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Am 9. Juli war es endlich so weit: Das mit viel Engagement aller Beteiligten entstandene "Grüne Klassenzimmer" auf dem Gelände der Haselunder Grundschule wurde im Rahmen eines schönen Festaktes seiner Bestimmung übergeben.


Alle konnten es wachsen sehen, wenn sie in den letzten Monaten zur Schule kamen. Schritt für Schritt erhob sich der beeindruckende Bau aus seinem stabilen Fundament, erhielt seine starken Pfosten, das mächtige Pultdach mit Sedum-Bepflanzung und schließlich einen Natursteinboden aus von den Kindern selbst gesammelten Feldsteinen.


Durch ein breites offenes Portal gelingt man von der zur Schule gewandten Stirnseite hinein und hat den Blick auf die gegenüberliegende geschlossene Wand zur Wetterseite mit einer Wandtafel. An den Langseiten wird das Haus zum Teil von halbhohen Holzwänden vor Wind und Wetter geschützt.


Bild 02Vor allem muss an dieser Stelle das Lob an alle ausgesprochen werden, die an der Verwirklichung dieses Projekts mitgewirkt haben: Der Förderverein der Grundschule Haselund hat sich dieser Herausforderung gerne gestellt. Ute Wolff schrieb fleißig Anträge an verschiedenste Stiftungen. Die großzügige Zusage der "Bingo Umweltlotterie" ermutigte den Förderverein, das Projekt  weiter voran zu treiben. So stellte Markus Clausen eigenhändig und kostenfrei die erforderlichen Bauunterlagen zur Genehmigung beim Kreis zusammen. Im September erliefen die Schulkinder beim Sponsorenlauf unter dem Motto "Haselund läuft grün!" einen erheblichen Geldbetrag. Weitere Förderungen gab es vom Schulverband, von den Gemeinden Haselund und Löwenstedt, dem TSV Haselund, der VR Bank Husum eG, dem Solarpark Haselund, der Hans Uwe Carstens Stiftung sowie vom Förderverein selbst.


Tatkräftig unterstützt wurde der Bau von allen ausführenden örtlichen Handwerksfirmen, die sehr wohlwollend dem Projekt gegenüber eingestellt waren und zuverlässig eine  handwerklich professionelle Arbeit abgeliefert haben. So stand es am Tag der Einweihung auch den Zimmerleuten der Firma Poschkamp zu, vom Dach herab ihre guten Wünsche für den Bau an die versammelte Festgemeinde auszurufen. Der Landschaftsgärtner Roland Kirsch kümmerte sich um die Gestaltung des Naturdaches mit ca. 1000 kleinen Setzlingen.


Die Gestaltung der Feier wurde wiederum von vielen Schultern getragen. Der Förderverein unter mirhilfe vieler Schuleltern hatte eine Hüpfburg, einen Kinderschmink- und Basteltisch organisiert. Ein großes liebevoll geschmücktes Festzelt bot Platz für das anschließende Essen, welches ein großes Salat-/Brotbuffet bot, das von den Schulfamilien mitgebracht worden ist. Zusätzlich wurden heiße Würstchen, Kaffee und Softgetränke vom Förderverein angeboten.


Die Schulkinder begrüßten die Gästeschar musikalisch mit ihrer Haselunder Schulhymne. Weiterhin hatte Frau Steffen mit den Kindern auf ihren Instrumenten "Ein Hoch auf uns" eingeübt. Auch eine hübsche Richtkrone wurde mit Richtspruch von den Kindern an den Förderverein übergeben. Zum Glück konnte Frau Brummund, eigentlich Schulsekretärin, ohne Probleme für die erkrankte Frau Steffen einspringen, den Chor leiten und mit ihrem Akkordeon begleiten.


Bild 03Monika Hansen begrüßte als Vorsitzende des Fördervereins alle Gäste, die wie sie und die folgenden Redner mit Recht meinten, dass ja alle   Mitwirkende am Gelingen des Neubaus und zugleich Nutznießer seien. Sie bedankte sich herzlich bei allen für die tolle Unterstützung. Die Glückwünsche der Gemeinde verband Bürgermeister Thormählen mit der Ansicht, dass dieses "Grüne Klassenzimmer" der Grundschule ein Alleinstellungsmerkmal gebe, um das andere sie sicher beneiden würden. Herr Retzlaff als Vertreter des Schulverbandes sah in dieser neuen Einrichtung auch ein Spiegelbild der neuen Lernmethoden, die nicht mehr den Lehrer nur als Redner vorn und die Kinder als Lerner hinten in Reih und Glied sehen wollen. Die neue Lernumgebung, das selbständige und aktive Forschen am echten Gegenstand würden das Lernen sicher erfolgreicher machen und die Kinder motivierter sein. Insgesamt war bei allen Rednern, auch bei Schulleiter Stephan Kinder, die Rede davon,  dass Haselund als Schulstandort seine Berechtigung habe, wie die neuen Anmeldezahlen zeigen. Dieser neue Lernort ist eine  Bereicherung für den Standort und steigert somit seine Attraktivität, auch Kinder aus anderen Dörfern hier anzumelden. Er überreichte der Kollegin Schröder ein Buch als Gastgeschenk, das ausführlich über die Ausstattung und die Möglichkeiten für  die Einrichtung geeigneter Lernstationen an diesem besonderen Lernort informiert. Frau Schröder bedankte sich im Namen des Lehrerkollegiums herzlich für die umkomplizierte und hervorragende Umsetzung des Projekts. Nachdem alle fünf grünen Bänder von den Rednern/Schülern erfolgreich durchschnitten waren, konnte der Raum in Beschlag genommen werden und die Feier beginnen.


Ach… übrigens: Es war sicher ein gutes Omen für den Neubau, dass  genau an diesem Samstagvormittag der Himmel aufriss und die Sonne mit ihrem Licht und dann auch gleich großen Wärme alle in eine sommerlich-feierliche Laune versetzte.

 

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